Der Inhaber im schwarzen T-Shirt und seine Mutter mit hellem Kopftuch stehen lachend Arm in Arm im Hof hinter der Pizzeria, dahinter die geparkten Lieferfahrzeuge.
Im Hof, zwischen Mittag und Abend

Das Haus

Den Namen haben wir nicht erfunden. Er stand schon über der Tür, als meine Eltern das Lokal 2004 übernahmen: Fiorella, nach der Frau, die hier 1976 den ersten Ofen aufstellte und ihn achtundzwanzig Jahre lang selbst befeuerte. Wir haben den Namen behalten und den Ofen seither zweimal neu gebaut.

Geblieben ist auch die Reihenfolge. Meine Mutter setzt den Teig morgens an, bevor der Gastraum gewischt wird – wer sie dabei stört, bekommt eine Antwort, die man nicht zweimal hören will. Abends steht sie an der Kasse und weiß bei zwei Dritteln der Gäste, was sie bestellen, bevor sie sitzen.

Wir sind ein kleiner Betrieb und haben keinen Anspruch darauf, die beste Pizza des Ruhrgebiets zu machen. Wir wollen die machen, für die man am Dienstagabend zweimal um den Block fährt, weil vor der Tür kein Platz mehr frei ist.

Eine Karte, die alles kann, kann nichts richtig. Wir haben lieber acht Pizze, hinter denen wir stehen, als vierzig, bei denen wir hoffen.

Luca Sartori, Inhaber

Ein Tag

09.00
Der Teig wird angesetzt. Er hat bis morgen Abend Zeit.
11.00
Freitags: Markt. Danach steht fest, was als Gemüse auf die Karte kommt.
15.30
Der Ofen geht an. Er braucht neunzig Minuten bis auf Temperatur.
17.00
Wir öffnen. Ab jetzt ist es laut.
21.30
Letzte Bestellung in der Küche.
23.30
Der Ofen wird zugedeckt. Ganz kalt wird er über Nacht nicht.
Schwarze Pfanne auf dem Herd in der Küche, darin gebratene Aubergine, Tomate, Zucchini und Kartoffeln, obenauf ein Zweig Rosmarin.
Das Ofengemüse steht ab neun auf dem Herd
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